Das Konzept zur Dachbegrünung sollte optimaler Weise bei der Bauplanung eines Neubaus beginnen. Es gibt aber auch die Möglichkeit, Dachbegrünung bei bereits existierenden Gebäuden vorzunehmen. CMG erwägt eine solche Möglichkeit am Standort Sindelfingen beim Marriott Hotel.
Die wichtigsten Voraussetzungen für eine Dachbegrünung sind eine ausreichende Statik (Traglast von ca. 40 bis über 200 kg/m² je nach Aufbau), eine absolut wurzelfeste Dachabdichtung zum Schutz der Bausubstanz sowie ein intakter Wasserabfluss.
Zu den technischen Voraussetzungen gehören:
- Statische Tragkraft: Das Dachtragwerk muss das zusätzliche Gewicht des Gründachs (inklusive durchnässtem Substrat und Wasser) tragen können. Dies muss von einem Statiker geprüft werden.
- Wurzelschutz & Abdichtung: Die Dachbeschichtung muss absolut wurzelfest sein, um Schäden am Gebäude durch wuchernde Wurzeln zu vermeiden.
- Dachaufbau: Der Systemaufbau besteht in der Regel aus vier essenziellen Schichten: dem Wurzelschutz, dem Schutzvlies, der Drainageschicht zur Vermeidung von Staunässe und dem eigentlichen Pflanzsubstrat.
- Dachneigung: Bei Flachdächern wird ein Mindestgefälle von 2 bis 3 Prozent empfohlen, um den Wasserablauf zu gewährleisten. Bei geneigten Dächern (ab etwa 10° bis 15°) sind spezielle Abrutschsicherungen (Raster oder Jutenetze) erforderlich.
- Baurechtliche Vorgaben: Ob eine Baugenehmigung notwendig ist, hängt von der Landesbauordnung, der Gebäudeart (Garage, Wohnhaus etc.) und örtlichen Bebauungsplänen ab. Auskünfte erteilt das zuständige Bauamt.
Grüne Dächer wirken wie natürliche Klimaanlagen und schaffen Lebensraum für Insekten und Vögel. Bei fachgerechter Bebauung verlängern sie die Lebensdauer des Daches.