Als Tenant bezeichnet man eine abgeschlossene Umgebung innerhalb einer gemeinsamen IT- oder Cloud-Infrastruktur. Im Zusammenhang von Projekten und Software bedeutet dies, dass sich mehrere Nutzer oder Kunden Hardwareressourcen teilen, wobei aber ihre Daten, Zugriffe und Einstellungen streng voneinander getrennt sind.
Wichtige Aspekte von Tenant-Strukturen und Projekten:
- Das Mietshaus-Prinzip: Hierbei kann man sich die Cloud wie ein großes Bürogebäude vorstellen. Der Server ist das Gebäude. Jeder Mieter (Tenant) hat seine eigene, abgeschlossene Wohnung (abgetrennter Datenbereich) und kann selbst bestimmen, wer den Schlüssel für die eigene Wohnung bekommt.
- Datensicherheit und Trennung: Die Daten der verschiedenen Tenants sind voneinander isoliert. Unterschiedliche Projektteams können nicht gegenseitig auf die Dateien, Benutzer oder Rechte der jeweils anderen zugreifen.
- Flexibilität und Effizienz: Die zugrunde liegende Infrastruktur (z. B. Server, Anwendungen) muss nur einmal gewartet und aktualisiert werden. Jedes „Mieter-Projekt“ kann dennoch eigene Einstellungen, Sicherheitsrichtlinien oder Add-ons (Software-Erweiterungen) nutzen.
- Anwendungsbeispiele: Häufig finden sich solche Strukturen in Cloud-Umgebungen oder in großen Web-Anwendungen. Projekte werden in sogenannten Tenant-Umgebungen entwickelt, getestet und ausgeführt, bevor sie aktiv und produktiv eingesetzt werden.
Tenant sind Software-Anwendungen, vergleichbar mit eigenständigen Mietwohnungen innerhalb eines großen Gebäudes.